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Bell 47G

Koaxialheli von Graupner.



Technische Eckdaten Originalausführung :

Gewicht : 200 Gramm (RTF, inkl Akku)
Motorisierung : Motoren : 2x180-er
RC-Anlage : 35 MHz 4-Kanal


Irgendwo in der Ecke steht tatsächlich noch ein Graupner 47G in der ersten Ausführung. Recht staubig, aber alles dran.

Er kommt auch noch in die Luft - das Flugverhalten ist aber sehr schwammig.

 

 

 

 

 


...und hier der 47G in neuer Frische in der Luft. Das ist doch derselbe, oder?

Nicht ganz. Anschliessend die Details zum Umbau.

Das Flugverhalten ist extrem direkt und agil.

 

 

 

 

 


Der Umbau sollte eigentlich mit stärkeren Motoren beginnen - leider ohne Erfolg : die Zähne des XTREME 180 sind minimst grösser und verursachen damit grosse Reibung in der Übersetzung. Die zusätzliche Power geht also in Messing- und Kunststoffspähne auf. Schon wenige Laufminuten haben die Zahnräger unschön verändert. Die Motoren müssen wieder raus, da absolut keine Justiermöglichkeit besteht. Wenn das so weitergeht, landen die Motoren bald im Ricardo, bereits der Blade wollte nichts von ihnen wissen. Die Originalmotoren sind aber auch erstaunlich gut. Der Heli mag mit den Originalblättern zusätzlich zum Akku 90 - 100 Gramm Ballast tragen. Dies liegt auch an der günstigen Aerodynamik des Gitterrumpfs.


Ein störsicherer Empfänger kommt nun rein - ein 2.4GHz-Modul von E-flite.


Dieser Typ Empfänger dient auch dazu, alle Koaxialhelis mit demselben Sender zu fliegen. Damit die Kanalbelegung und die Laufrichtung der Servos mit Blade, Lama & Co kompatibel wären, kommt nun tatsächlich noch eine Doktorarbeit - der Wechsel der Laufrichtung des einen Servos, welches am Sender nur für dieses Modell invertiert werden müsste. Zwischenzeitlich erübrigt sich dies, ich fliege alle Modelle mit einer DX7-Anlage von Spektrum. Jedes Modell hat seine individuell gespeicherten Einstellungen und Steuerkurven.

Hier trotzdem die Umbauvariante :
Dazu werden die beiden Endanschlüsse des Potentiometers abgelötet, getauscht und wieder angelötet. Ebenfalls die Anschlüsse des Motors müssen verpolt und frisch verlötet werden.


So, nun wird die in einem schönen Rot eloxierte ALU-Taumelscheibe eingebaut - diese ist noch immer im Original von Graupner erhältlich. Damit die Steuerung auch grosse Ausschläge zulässt, werden die Ansteuerungen zur Taumelscheibe in den äussersten Löcher des Ruderhorns befestigt.
Für die angestrebte Verbesserung der Steuerpräzision brauchts jetzt noch einen unteren Rotorkopf in ALU. Das guckt ja schon mal ganz prima aus.


Da der Heli voraussichtlich etwas agiler sein wird, montiere ich eine verlängerte innere Welle. Damit wird der Abstand der Rotorachsen erhöht und das Zusammenschlagen der Rotorblätter bei schnellen Manövern praktisch ausgeschlossen.
Die obere Rotorebene wird nun noch mit einem ganz simplen Trick perfektioniert. Das Bild rechts zeigt, wie's geht : ein zweites Gelenk an der Stabistange macht diesen Mechanikteil vollständig spielfrei und präzise.


Die Akkubefestigung wird neu mit einem Klettverschluss-Kablebinder realisiert. Was noch aussteht, ist ein Pilot in der Kabine (ist ja nicht schlimm, das Teil hat ja eine Fernsteuerung - smile)

Der Umbau hat aus dem gutmütigen Teil ein enorm agiler, sehr direkt zu steuernder Koaxialheli gemacht. Ich muss zugeben, ich bin selbst etwas erschrocken - das hätte ich nicht erwartet. Der Vergleich zwischen Döschwo und Gokart umschreibt in etwa den Unterscheid im Steuervarhalten.

 

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