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Biketouren-Graubünden
Durannapass
(Chur-Küblis-Duranna-Langwies-Chur)
anspruchsvolle Tour in vielfältige Bergwelt. Durchs
Prättigau im Tal bis Küblis, dann über den 2117m hohen Durannaübergang
durchs Fondei nach Langwies und zurück nach Chur.
Tourdaten: Distanz: 90km, 1785 Höhenmeter
Die Tour startet ab Chur-Landquart mit einem ersten Temperaturmässigen
Härtetest in der Klus. Gerade mal 4°C zeigt der Bike-Compi.
Zudem pfeift aus dem Prättigau ein kräftiger und frischer
Wind ins Gesicht.
Umso
grösser ist die Freude, auf der Ebene nach Grüsch dann Sonnenstrahlen
zu erblicken. Diese kämpfen unerbittlich gegen liegen gebliebene
Nebelschwaden.
Der
Weg bleibt hier praktisch eben. Gemütlich plätschert der Fluss
"Landquart" vor Jenaz. Die Tour steigt beim Bahnhof
Fideris etwas an. Gleich danach eine Abfahrt und ein kleiner
Bikeweg führt bis Küblis wieder dem Fluss entlang.
Der
eigentliche Aufstieg beginnt in Küblis Richtung Conters. Stahlblauer
Himmel verspricht einen aussichtsreichen Tag.
Oberhalb
Conters ist erstmal fertig mit der guten Strasse. Aber ich
wollte ja oberhalb des Dorfes nicht den Fahrweg Richtung Duranna
nehmen und fahre über Conterser Schwendi.
Bereits
bietet sich ein schöner Ausblick auf die gegenüberliegende
Talseite mit Pany.Im Tal Hausdächer von Küblis.
Nach
einen langen und steilen Aufstieg, nach der Conterser Schwendi
teils entlang der ruppigen SBM-Strecke, erreicht man die Fideriser
Duranna. Ein interessanter Ausblick Richtung Weissfluh ist
die Belohnung.
Auf
nun gut 1900müM verstummen die letzten Bäume. Ein prächtiges
Bergpanorama. Die Waldgrenze liegt auf Höhe der weiter unten
passierten Fideriser Duranna.
Der
Übergang erscheint in Reichweite. Das Duranna Obersäss liegt
knapp unter dem Passübergang. Die ersten Meter der Strecke
zum Pass bestehen aus einer ganz anständigen Strasse. Leider
nur die ersten Meter. In Kürze verwandelt sich der Pfad in
eine Berg- und Talbahn aus Sumpf und Schlamm.
Geschafft!
Auf dem Passübergang liegt auch der Grüensee. Er macht seinem
Namen alle Ehre und grünt im Gegensatz zu den stoppelig sumpfigen
Alpwiesen. Wahnsinn, das Handy hat hier oben Empfang. Also
noch schnell ein MMS an Ramona, welche das Büro hütet, schicken.
Querfeldein
gehts durch die karge Landschaft an den Rückweg. Der höchste
Punkt ist geschafft. Zwischen den Grashügeln ist aber noch
etwas Konzentration für den Downhill gefragt.
Die
Mischung zwischen steppenartigem Fahrfeld und dem Blick auf
wuchtige Gipfel (hier das Stelli) ist beeindruckend.
Aber
bald beruhigt sich die Wilde der Bergwelt etwas. Hier nochmals
Richtung Passübergang zurück mit den obersten Häuslein im
Fondei.
Gemütlich
schlängelt sich ein Bächlein Talauswärts Richtung Langwies.
So sieht die Aussicht von 30 Alpställen aus, welche alle samt
zu Ferienhäuschen umgebaut wurden. Die Ansammlung nennt sich
Strassberg.
Unterhalb
Strassberg ein letzter Blick zurück Richtung Durannapass.
Hinten die Siedlung Strassberg.
Ein
paar Impressionen von den herbstlich gefärbten Hängen im Fondei.
Mit
hohem Tempo rolle ich weiter talwärts Richtung Langwies.
Langwies
prahlt vorwiegend mit einer grossen Anzahl an Wegweisern.
Obschon jeder die gleiche Richtung zeigt, nehme ich trotzdem
die Gegenrichtung. Nun gehts auf die Hauptstrasse Arosa-Chur.
Die
Brücke lässt keinen Zweifel offen wo ich bin
22
km vor mir liegt das Tourziel- Chur. Ob die Sonne wohl halten
wird? Die Strasse verläuft mehrheitlich abwärts, trotzdem
erschienen mir nach dieser langen Tour kleinste Gegensteigungen
schon wieder anstrengend.
Fast
geschafft. Oberhalb Maladers bietet sich der letzte Blick
zurück ins Schanfigg. Jetzt gehts nochmals zügig abwärts bis
Chur - wenn da nicht diese Baustelle mit dem Rotlicht wäre...
Wieder
daheim - nein nicht ganz - und sowieso: jetzt wird zuerst
mal eine Waschanlage aufgesucht, denn die Überresten an getrocknetem
Schlamm am Bike machen sich im Keller nicht wirklich so gut.
Es war eine schöne, aber anhand der Tourdauer für mich doch
eher strenge Herbst-Tagestour. Falls ich diese Tour wieder
fahre, werde ich im Aufstieg oberhalb Conters die Alpstrasse
an Stelle der Swiss-Bike-Master Strecke nehmen. Diese wäre
eher als Downhill, also bei umgekehrter Strecke, geeignet.
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